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Umgezogen

Da mir blogg.de nicht komfortabel genug ist und Wordpress einfach optisch auch viel mehr her macht, habe ich mich entschlossen, mit dem Blog umzuziehen. Die alten Beiträge bleiben hier, neue erstelle ich in meinem neuen Wordpress Blog:

http://seveqs.wordpress.com

Ich würde mich freuen, wenn ihr mich auch dort besuchen würdet.

Von Schiffen und Kapitänen

Es waren einst zwei Kapitäne. Die beiden Kapitäne, nennen wir sie Kurt Kleingeld und Ulli Ballasumo, hatten jeder ein groooooooßes Schiff - die Fliemens und die Dokia. Auf beiden Schiffen, da waren viiiiiiiele Matrosen (auf der Fliemens ein paar mehr, als auf der Dokia, aber das ist ja egal).

Das Leben auf den Schiffen war hart, manchmal ungerecht, schlecht bezahlt, es gab zwar reichlich Rum, der wurde aber streng rationiert, also zu wenig Rum für alle Matrosen (hauptsache der Kapitän und seine obersten Vortrommler haben genug), und überhaupt hatten die Matrosen an Bord der Schiffe nicht viel zu lachen.

Die vielen Vortrommler auf der Fliemens konnten sich nicht darauf einigen, wie denn nun der Takt zum Rudern angegeben werden sollte, und wo es denn überhaupt hingehen sollte... Einige Vortrommler wollten nur ihre eigenen Schäfchen ins Trockene bringen und ließen dafür viele Matrosen über die Planke gehen.

Der Kapitän Kurt Kleingeld saß den ganzen Tag in seinem Stuhl hinter seinem Schreibtisch in seiner Kajüte, sah sich seine Karten an, trank seinen Rum und schrieb an (seiner Meinung nach) lustigen Briefen, die er seiner Mannschaft allabendlich vorlas. Am Anfang, als die Reise mit Kleingeld begann, klangen diese Briefe alle ganz toll: daß man bald Land sehen würde und daß dort schöne Frauen und groooße Goldschätze liegen würden, daß dort viiiiel Rum wäre. Aber es tat sich nichts. Jeden Abend die selbe Leier von der Motivation und dem Zusammenhalt und den Jungfrauen und dem Gold. Aber kein Land in Sicht.

Die Mannschaft der Fliemens verlor nach und nach ihr Vertrauen in ihren Kapitän. Und langsam aber sicher kristallisierten sich groooooooße Teile der Mannschaften der Dokia und der Fliemens heraus, die die Kapitäne nicht mehr gebrauchen konnten. Es waren wohl viel zu viele Matrosen an Bord. Die viiiiiiiiiiiiiiiiiielen Matrosen verbrauchten viel zu viel Nahrung und soffen viel zu viel Rum. Es war für die Kapitäne nicht mehr genug übrig, um den steigenden Bedarf zu decken.

Kurt Kleingeld war neidisch auf Ulli Ballasumo und auf die vielen anderen Kapitäne, die alle viel mehr Rum bekamen, als er. Er wollte mehr Rum. Sein oberster Vortrommler Richard vom Vierer war seiner Meinung, wollte auch mehr Rum und so beschlossen die beiden, sich mit Ulli Ballasumo zusammen zu tun und alle einen groooooooooooooßen Teil von ihren beiden Schiffen abzusägen, zusammenzunageln und daraus ein neues tolles grooooooßes Schiff zu machen. Mit eigenen Matrosen, eigenen Kapitänen und eigenen Votrommlern. Und auch ein bisschen eigenem Rum für den Anfang.

Von der Fliemens wurde im Endeffekt viel mehr Rum genommen und viel mehr Matrosen, als von der Dokia, aber das ist ja egal. Es bringen ja beide Schiffe ihr grooooooooßes Opfer für das neue Schiff: die Dokia Fliemens Deadnörks (da war übrigens auch mal was mit einem anderen Schiff, der BennKuh, die dann irgendwann gesunken ist, und welcher der Kapitän der Fliemens dann, wo sie schon lange auf dem Grund des Meeres lag, immer noch mehr Rum hinterher goss, aber das ist eine andere Geschichte; war ja auch nicht sein Rum, sondern der der Mannschaft).

Die Matrosen waren mit dem Bau eines neuen Schiffs eigentlich nicht einverstanden, aber konnten leider nicht viel gegen die Absprachen zwischen den Kapitänen und ihren Vortrommlern unternehmen. Einzig eine kleine Gruppe von Matrosen mit einem besonderen Rang - allen voran "Rudi the Globe Scobe" - hatte das Recht und die Immunität, gegen die Machenschaften der Kapitäne vorzugehen. Und sie forderten und forderten und forderten die besten Stücke der Schiffe für die Dokia Fliemens. Einiges bekamen sie auch versprochen, was davon gehalten wird, wird sich noch herausstellen.

Die Sondermatrosen und die Kapitäne waren glücklich über ihre Leistungen und wollten dieses Glück auch mit ihrer Mannschaft teilen, aber irgendwie wollte keiner so recht an der Freude teilhaben. Denn trotz der schönen goldenen Becher, die man mit auf das neue Schiff nehmen kann und der Planken, die zum Glück erstmal auf den beiden alten großen Schiffen bleiben, kommt trotzdem ein bitterer Beigeschmack mit in den abendlichen Tee.

Denn was wohl alle wissen, aber keiner wahrhaben will... ein Schiff, das keine Segel, kein Ruder und keinen Rumpf hat, und das im Endeffekt niemand gebrauchen kann, wird wohl auch nicht lange schwimmen.

Rette sich, wer kann.
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Und wer fährt???

Ich grübel ab und zu mal darüber nach, wie so ein Stau auf einer Autobahn eigentlich entsteht. Straßenverkehr ist ein hochkomplexes Gebilde mit einer derart ausgeprägten Eigendynamik, daß ein einzelner Querschießer ein absolutes Chaos anrichten kann.

Umso mehr wundert es mich... okay, beim Anblick der Fahrerin, auf die ich hier anspielen möchte, wunderte es mich eher nicht, daß es tatsächlich Leute gibt, die beim Autofahren - ihr werdet's nicht glauben - ZEITUNG LESEN!!! Im Stau!!! "Dubdidu... hmmm... Aha, Spitney Brears, Duschlampe, hast dir die Mumu fotografieren lassen. Ist ja interess... oh, es geht ja schon weiter."

Ich muss sagen, mit offener Kinnlade fährt es sich nicht leicht.

Zum Mitschreiben: Wenn ihr Auto fahrt, dann fahrt ihr Auto! Und NICHTS, aber auch wirklich GAR NICHTS anderes. "Ist doch Stau, da brauch ich doch nicht so viel Konzentration, daß nicht auch noch Platz für die Zeitung ist..." - Denkt mal über meinen ersten und zweiten Satz in diesem Beitrag hier nach!

Jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der sie ausspricht: EURETWEGEN entsteht der Stau erst!

Becksteinchen und die bösen Killerspiele

Ich habe mir erlaubt, in der aktuellen Diskussion um das Verbot von Killerspielen einige Zeilen an bayerns politischen Amokläufer, Herrn Beckstein, zu schreiben. Doch lest selbst:

Sehr geehrter Herr Beckstein,

mit Verwunderung und großer Verärgerung verfolge ich nun schon eine geraume Weile die leidliche Diskussion um das Verbot von gewaltverherrlichenden und die Menschenwürde verletztenden Darstellungen, kurz "Killerspiele".

Ich möchte Ihnen eine Frage stellen, doch zuvor eine kleine Darstellung meiner Person: Ich bin 26 Jahre alt, Angestellter eines namhaften Unternehmens, zahle Steuern und lebe mein Leben. Ich bin so zufrieden und glücklich, wie man das als Mitglied der unteren Mittelschicht in diesem unserem Lande noch sein kann. Ich bin ein liebenswerter Mensch, der keiner Fliege etwas zuleide tun könnte, statt Insekten in meiner heimischen Wohnung zu töten, setze ich sie behutsam vor die Tür. Ich beleidige niemanden grundlos, setze mich allerhöchtens verbal zur Wehr. Und - was Sie jetzt sehr verwundern mag - ich konsumiere Killerspiele. Nicht erst seit kurzem, nein, schon seit einigen Jahren. Ich habe in der virtuellen Realität schon etliche Menschen aus Bits und Bytes getötet, ohne mit der Wimper zu zucken. Aus diesem Grund meine Frage, Herr Beckstein:

bin ich krank?

Bin ich psychisch genau so krank, wie 99,999% all derjenigen Menschen, die ebenso wie ich neben ihrem Hobby des Konsumierens von "Killerspielen" ein erfülltes und harmonisches Leben mit Familie und Freunden führen? Habe ich genau so einen psychischen Knacks, wie eben diese Menschen, die fähig sind, Realität und Fiktion zu trennen? Muss mir geholfen werden?

Falls Sie, Herr Beckstein, in dieser Fragestellung einen gewissen Sarkasmus bemerken, seien Sie versichert: dieser ist durchaus beabsichtigt.

Ich möchte Ihnen nun meine Meinung zu dieser Thematik sagen:

Herr Beckstein,
als ein Mensch höheren Alters, der Sie in einer Welt ohne die heute etablierten (zugegeben oftmals Gewalt darstellenden) Medien aufgewachsen sind, haben Sie und Ihre sogenannten Ausschüsse und Experten meiner Meinung nach von dieser Materie so wenig Ahnung, wie ich als "Normalbürger" von gehobener Teilchenphysik. Die Umfragen zeigen, daß Ihre Generation durchweg an mangelndem über ungenügendem bis hin zu überhaupt keinem Wissen über diese Medien verfügt, da ausschließlich Ihre Generation in Mehrheit FÜR das Verbot gestimmt hat. Wir hingegen, die wir diese Medien täglich konsumieren, und von denen in mehreren Jahren von millionen Konsumenten zwei bis vier einzelne buchstäblich querschießen (diejenigen Amokläufer und Gewalttäter nicht mitgezählt, denen nach ihrer Tat der Konsum von "Killerspielen" NICHT nachgewiesen werden konnte - die fallen einfach unter den Tisch), WIR sind es, die fundierte Kenntnisse über die Auswirkungen der Darstellung solcher Medien auf unsere Psyche besitzen. Wir wissen aus eigener Erfahrung durch jahrelangen Konsum, daß eben dieser Konsum absolut ohne bleibende Schäden an uns vorübergeht. Und wir wissen, da wir durch Events, genannt LAN Parties, die Ihnen wahrscheinlich lediglich durch einseitige Berichterstattung ein negativ angehauchter Begriff sind, viele Gleichgesinnte kennen lernen, daß der Konsum auch anderen in keinster Weise schadet. Wir sind nicht bereit, aufgrund Ihres Vorstoßes, Ihres Gesetzes nur noch Spiele spielen zu können, in denen das süße Rotkäppchen mit Rosen ohne Dornen (sie könnte sich ja verletzen) zur lieben Großmama durch einen mit Latexkernmatratzen ausgepolsterten Wald laufen muss. In denen die Oma vom Wolf nicht gefressen, sondern zu einer Tasse Tee eingeladen werdden muss. Wollen Sie auch Grimms Märchen verbieten? Wilhelm Busch, der durch die poetische Darstellung von Gewalt berühmt geworden ist?

Herr Beckstein, wir sind keine naiven Kinder, der Unterscheidung von Relität und Fiktion noch nicht fähig, sondern sehr wohl erwachsene, des Denkens befähigte Menschen! Wir leben nicht in einem Kindergarten.

Daß dies auf unsere heutige Jugend (!) nicht unbedingt zutrifft, mag tatsächlich so sein, das wage ich nicht zu beurteilen. Daher bin ich der Meinung, daß ein Verbot, WENN es denn unbedingt notwendig sein sollte, sich absolut und ausschließlich auf Jugendliche unter 18 Jahren (!) beschränken sollte (eine Verstärkung der durch die USK eingestufte Altersbeschränkung). Ich selbst hingegen bin ein erwachsener Mensch. Ich weiß, was ich tue und bin bereit, für mein Handeln die Konsequenzen zu tragen. Diese E-Mail sollte Ihnen diesbezüglich Beweis genug sein, da ich in meinem großen Unmut und meiner großen Verärgerung trotz allem durchaus in der Lage bin, hier ruhig und gelassen zu formulieren. Wozu ich jedoch definitiv und absolut nicht bereit bin, ist, eine Bevormundung dieser Art ohne Protest hinzunehmen. Ich bin da absolut mit den Vertreten der Grünen Fraktion einer Meinung, die da sagen, daß Aufklärung und Steigerund der Medienkompetenz bei weitem erfolgversprechender sind. Aber steigern Sie die Medienkompetenz der Bevölkerung, könnte es ja passieren, daß ein so einfach gestaltetes Thema, wie "Killerspiele", nicht mehr als Sündenbock herhalten muss. Man müsste sich ja mit den WAHREN Problemen auseinandersetzen, die viel komplexer, viel subtiler und vielschichtiger sind, als mediale, aktive und vor allem rein fiktive Gewaltdarstellung.

Werter Herr Beckstein, ich lasse mich nur ungern als potentiell gewalttätig hinstellen, bloß weil ich ein Hobby habe, das von Ihnen so dermaßen wenig verstanden wird. Im Gegenteil. Ich würde eher tippen, daß die Politik ansich potentiell gefährlich ist, da Sie es sind, die Sie immer wieder Gesetze schaffen, die zum Schaden der Kleinen Leute sind (GEZ für Internetfähige Computer, Mehrwertsteuererhöhung, Ökosteuer etc.). SIE sind es, die das Gefälle zwischen Arm und Reich so hinnehmen, wie es ist, es eher noch verstärken. Sie sind es, die mit Stammtischparolen, Populismus und Polemik von den WAHREN Problemen unserer Gesellschaft ablenken. Ihre Vorgehensweise erweckt den Eindruck, wir alle lebten in einer Oligarchie.

Amokläufer, wie es sie in Littleton, in Erfurt oder Emsdetten gegeben hat, wird es immer geben. Die Suche nach einem Schuldigen für diese "Ausreißer" aus der Gesellschaft ist bei dem Begriff "Killerspiele" auf etwas gestoßen, was man in den Medien sehr schön verwenden kann, da es für ältere (Ihre) Generationen ein Mysterium darstellt. Dieses Mysterium lässt sich vorzüglich dazu verwenden, von den eigentlichen Problemen abzulenken. Es lässt sich hervorragend missbrauchen, um Populismus zu betreiben, Wählerstimmen zu ergattern und diesen Wählern zu zeigen, daß man etwas gegen die anhaltende Gewalt Jugendlicher, gegen die ständigen Amokläufe unternimmt. Ob das Vorgehen in dieser Richtung dabei von Erfolg gekrönt ist, spielt für Sie keine Rolle. Ihnen ist es egal, ob es weitere Amokläufe gibt. Gibt es keine, haben Sie in den Augen derer gewonnen, die so wenig von der Materie verstehen, wie Sie - Wasser auf Ihre Mühlen. Gibt es weitere Amokläufe, so wird nie wieder erwähnt, daß der Täter "Killerspiele" konsumiert hat, da dies ja verboten ist - oder wenn doch, fein, ein Straftatbestand mehr auf der Liste der Anklagepunkte. Wahrscheinlicher ist jedoch, es wird ein anderer Sündenbock gesucht und gefunden. Vielleicht der Konsum pornografischen Materials? Das Interesse an politischen Themen? Kriegsberichte? Aggressive Musik? Gar klassische Musik? Der Kontakt zu anderen Menschen? Das Verlassen der Wohnung? Wie weit wollen Sie gehen, Herr Beckstein, um Gewalt zu verhindern? Wo wird die Grenze gezogen?

Herr Beckstein, wir Konsumenten sind nicht alle krank, psychisch labil, gewalttätig, potentielle Amokläufer. Im Gegenteil. Diejenigen, auf die dieses Profil zutreffen mag, sind in eine absolute Minderheit, die mit Killerspielen ansich nicht viel zutun hat. Sind Sie bereit, für diese irrige Annahme einen ganzen Wirtschaftszweig zum Tode zu verurteilen? Denn das ist das einzige, was Sie mit dem Verbot erreichen werden.

Soviel zuerst einmal zu meiner persönlichen Meinung zur Diskussion um das Verbot von "Killerspielen". Ich freue mich auf Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen,
...


Auf die Antwort bin ich sehr gespannt.

Lasset es beginnen!

Es hat begonnen. Der Wiederaufbau eines VW Passat Variant 32B-299 Syncro aus dem Jahre 1987.

Fakten zu dem Aufbau setzen sich in Stage 1 wie folgt zusammen:

Motorisierung wird ca. 240 Sauger-PS auf 2.4 Litern Hubraum betragen, auf 5 Zylindern. :) :) :)

Einzeldrosselklappen, vollprogrammierbare Multipoint-Einspritzanlage, Nockenwelle Typ "Abkantbank" (10 Ventiler), Fächerkrümmer, auf 10.5:1 erhöhte Verdichtung, Schmiedekolben, Ölspritzkühlung, Rennlager... Aggregat ist bereits fertig, liegt seit einigen Monaten in der Halle, wartet auf die Karossarie, die drumherum gebaut wird. Jene seht ihr in ihrem Urzustand auf diesem Bild:



Und noch eines:


Über die Gestaltung der Optik hab ich mir insofern erst mal bezüglich der Innenausstattung und der Lackierung gedanken gemacht.

Äußere Lackierung in British Racing Green
Interieur weitestgehend Alcantarabezug, Farbe beige; Recaro-Sitze mit hochbelastbarem Stoffbezug, ebenfalls beige. Teppich schwarz. Tachoeinheit, wenn machbar aus einem Audi S4 (CAN Bus, geht bis 280kmh, sollte ausreichen); Amaturenbrett wird entsprechend redesigned. Dezente Anpassung der Optik an die höhere Leistung. Man soll sehen, daß es ein neuer steinalter Passat ist. Und man soll ihm die Leistung nicht auf den ersten Blick ansehen.

Elektronik wird komplett auf CAN-Bus umgebaut. Hardware dafür ist selbstentworfen. Vollprogrammierbar über AVR ISP (Atmel Controller, nebst MCP2515 als CAN Controller; evtl. auch AT90CAN als Zentrale). Das Herzstück des ganzen wird ein PC auf Basis eines Via Epia Systems; selbstverständlich mit TFT in der Mittelkonsole zwecks Statusüberwachung und Steuerung der elektronischen Spielereien (elektromechanische Frischluftverteilung, HiFi-Anlage etc.). Motormanagement ebenfalls über RS232/CAN.

Bremsanlage voraussichtlich aus einem Passat G60, sofern diese ausreicht. Ansonsten was größeres.

Alle Flüssigkeitsleitungen, sofern möglich, in Stahlflexausführung.

Aufbau der Auspuffanlage ab Kat in Eigenregie. Rohrdurchmesser 70mm. Endrohr dezent in veredelter Serienoptik.

Radsatz sofern möglich in professionell verbreiterten, hochglanzpolierten 15" Stahlfelgen (kultig, dezent, fett); vorausgesetzt, die Bremsanlage passt dort hinein (vermutlich nicht). Alternativ Narbensatz und Antriebswellen vom Passat 35i VR6 zum Umbau auf 5/100er Lochkreis zwecks Vergrößerung der verfügbaren Felgenauswahl.

Frontscheinwerfer in 2 oder 3 Linsen DE-Ausführung je Seite.

Heck- und Seitenbeleuchtung (Blinker) werden evtl. auf LED umgebaut.

Fahrwerk in statischer Tieferlegung, Sonderanfertigung, wahrscheinlich von KAW.

Rundrum Colorverglasung

Selbstverständlich Alarmsicherung - wahrscheinlich CarGuard Pentagon in Kombination mit eigenen Entwicklungen.

Und zu guter Letzt: Komplettabnahme beim TÜV für Straßenzulassung.

Noch Fragen? Wann er fertig sein soll? Gestern! Wann er fertig sein wird? Vermutlich in ca. 1 1/2 - 2 Jahren. Was er kosten wird? Geld. Und zwar 'ne ganze Menge davon. Nebst ebenfalls einer ganzen Menge Schweiß, Blut und Nerven. Das seh ich jetzt schon.

Mhhhh hmpf mmmmmmmmpf

Stellt euch vor, ihr lauft Marathon. Marathonläufer brauchen für gewöhnlich recht viel Luft. Was aber, wenn der Marathonläufer irgendwie Dreck im Mund hat? Oder ein Handtuch? Tja, dann läuft der Marathonman halt langsamer... oder gar nicht.

Und was ist, wenn ein TDI 'n kaputten Luftmassenmesser hat? So richtig kaputt? Wie'n Marathonläufer mit 'nem Handtuch im Mund nach den ersten 10km? Tja... dann macht ein TDI auch genau das gleiche, wie Mr. Marathonman... Läuft, wie 'ne Tüte Türklinken.

Diese Erkenntnis traf mich gestern, wie ein Schlag in den Nacken. Zuerst traf mich allerdings ein anderer Schlag mitten in den Bauch, als mir mitgeteilt wurde, was so'n scheiß Luftmassenmesser beim freundlichen VW Händler so kostet: 110 Eulen (in Worten: Einhundertzehn) musste ich für das Teil hinlegen. Aber dafür macht Mr. Marathonman seinem Job wieder alle Ehre. Die Kiste rennt, als wär'n neuer Motor drin.

Was so'n unscheinbares Teil so ausmachen kann...

Nippel und Laschen...

Stellt euch mal Mike Krüger's Hit vor, hätte er den Text ähnlich präsentiert, wie mein PC mir zuletzt eine Meldung aus dem nVidia Control Panel meiner Grafikkarte:

Sie müssen nur den... und dann die... erscheint... Sie dann drauf, und schon...

Alles klar? Nein? Hier ist der Übeltäter:



Hach, ich liebe Windows... so viel Spaß hab ich nichtmal im Straßenverkehr.

Zeitungen und andere schmale Dinge

Kennt noch jemand Jörg Fronterra (oder so ähnlich)? Den Fußballmoderator von Sat.1? Der hat immer einen schönen Spruch gehabt, der da lautete: "Da passte nicht einmal mehr eine Zeitung dazwischen".

Zwischen die beiden PKWs am gestrigen Tag auf der Wilhelmsburger Reichsstraße in Hamburg passte allenfalls noch ein Prospekt eines ortsansässigen Tante-Emma-Ladens. Mein Adrenalin-Pegel hingegen hätte Öltanks im Hamburger Hafen füllen können.

Die Situation ergab sich folgendermaßen:
Fahrzeug 1 vom Typ Golf 2, weiß (oder rot... keine Ahnung, ist auch Wurst) fuhr auf der rechten Spur, vor ihm ein weiterer PKW. Rechts von ihm der kombinierte Beschleunigungs-/Verzögerungsstreifen der Ausfahrt Georgswerder und dem Kreuz Süd. Von diesem Beschleunigungsstreifen kommend zog Fahrzeug 2 normal hinter Fahrzeug 1. Eng genug, damit es passt. Womit der Fahrer von FZ 2 allerdings wohl nicht gerechnet hat, war, daß der Fahrer von FZ 1 auf einmal volle Elle in die Balken steigt.

In einem spektakulären Ausweichmanöver, bei dem Colt Sievers und die Duke Brüder vor Neid gestorben wären, und unter Aufbietung all seiner Reflexe zog der Fahrer von Fahrzeug 2 sein Vehikel auf die Überholspur.

Ob der Fahrer von FZ 1 vielleicht Tante Emma's neuesten Prospekt gelesen hat?

Öl Magnat

35,5°C in unserem Büro, Tendenz steigend... wäre Schweiß raffinierbar, ich könnte an die Börse gehen - als Öl-Quelle.

Vorsicht Kamera

Juhuuuu! Flenstown'sche Punktejagt... die drei Zähler, die unseren elf weiß-beleibten Rasen-Tretern gefehlt haben, hab ich mir jetzt auf der Autobahn nahe Hamburg geholt. Ich will auch so'ne große, lange, harte, rote... STOP-Kelle! Und die Polizistin, die unten dran hing, will ich auch. :)

Unsere Freunde und Helfer in der Not waren mal wieder so lieb und nett, mich darauf hinzuweisen, daß man (dududu) auch auf der Autobahn in einem 70er Bereich keine 107 fahren darf. Echt nicht? Boar! Na, man wird alt wie 'ne Kuh...

Schade, daß sie nicht den Zonk gezogen haben... die Wahl hätten sie gehabt zwischen Tor 1 (einer wunderschönen Geschwindigkeitsübertretung der Marke "Flottini"), Tor 2 (einer Reise ins Land der abgelaufenen TÜV/AU Stempel) oder Tor 3 (einem modernen Navigations-System aus dem Hause HP, inklusive der Fingerabdrücke der letzten Bedienung während der Film-Probe)... Oh... schade. Kein Zonk dabei. :p

Aber die Polimanzistin war echt ma hübsch... aber echt ma. :)

PS: für die beleidigten Polizisten unter euch: mit "Idioten" als Kategorie meinte ich selbstredend meine Wenigkeit.

Erfolgsfans?

Wo sind sie hin, die schönen Landesfarben? Wo sind sie nur, die Fans unserer Nationalelf? Merkwürdig merkwürdig. Da konnte man sich vor ein zwei Wochen vor schwarzem und rotem und goldenem Stoff auf Deutschen Autobahnen kaum retten, gelten die Überbleibsel der Ära WM2006 jetzt nur noch als Lokalpatrioten. FALSCH sage ich! FALSCH! Wir sind die wahren Fans! Wir stehen zu unseren Jungs! Ihr habt eine affenhammersahnegeile Show geliefert und nebenbei noch guten Fußball gespielt. IHR seid die wahren Weltmeister! Die Weltmeister der Herzen.

"Öy wieso hassn du deine Fahne noch dranne?"... WIESO??? Ich bin immer noch Deutscher, auch nach der WM. Ich bin immer noch stolz auf die Leistung unserer Jungs! Auch nach dem Ende der WM! Und das werde ich noch in 80 Jahren sein, wenn mich längst die Würmer angefressen haben und selbst der "Mast" meiner Auto-Schwarz-Rot-Gold-Fahne auf irgendeiner Autobahn vergammelt ist (Hartplastik)!

Ihr popelweichen Erfolgsfans, die ihr nach der unglücklichen Niederlage gegen Italien die Waffen streckt und euer "typisch deutsches" Kleinbürgertum wieder aus der Kiste unterm Dach heraus kramt, um Platz für die große Fahne zu schaffen.

Ihr mit eurem irrationalen Schuldgefühl, an dem Tod von x-Tausend Juden beteiligt gewesen zu sein, obwohl eure Eltern Zeit des Geschehens noch nichtmal Quark im Schaufenster waren. Dieses bekloppte schlechte Gewissen wenn ihr bloß an Schwarz-Rot-Gold denkt!

Ich sage euch: JETZT ERST RECHT! Meine Fahne bleibt dran, bis sie verrottet ist oder von selber abfällt! Und ich habe KEINERLEI Schuldgefühl wegen dem, was vor mehr als 60 Jahren passiert ist. Warum auch? Ich bin 25! Ich hab damit nicht die Bohne zu tun und mir geht das ewige Geweinere der Ewiggestrigen und der Betonköpfe (auf beiden Seiten) mehr als deftig auf den Sack. Und es ist mir inzwischen auch egal.

Ich bin glücklich, Deutscher zu sein, und ich bin stolz auf die Leistung unserer Jungs und unseres Bundestrainers!

Ich habe fertig!

Blink, du Ar...mleuchter

Meine Freundin sagt mir immer, ich soll blinken, wenn ich abbiege. Mach ich auch, wenn jemand da ist, den es interessieren sollte. Sonst nicht. Nachts um 2:00 zum Beispiel, wenn ich in 100km der einzige bin, der unterwegs ist. Dann lass ich den Blinker aus. Sieht ja eh keiner. Für wen soll ich also blinken?!

Heute Morgen hatte ich allerdings 'nen Spezi vor mir, der meinte, auch im dichtesten Verkehr nicht blinken zu müssen. Bin ihm sauber hinterher gefahren, wie das so ist im Verkehr, und auf einmal legt der Arsch 'ne Vollbremsung hin und biegt ohne zu blinken links ab.

Ich wär dem Affen fast hinten drauf genuscht. Viel gefehlt hat nicht.

Gehirn zuhause gelassen? Bei der Verteilung keins abbekommen? Ich weiß es nicht, tippe aber auf letzteres.

Nationalstolz & Patriotismus

ich sehe in den letzten Tagen sehr häufig Autos, Radfahrer und Häuser, bestückt mit unserer Landesfahne, sehe Menschen, die stolz sind, Deutsch zu sein, und die das ENDLICH auch mal zeigen! Es zaubert mir ein Lächeln auf's Gesicht, nicht weil ich es lächerlich finde, sondern weil ich es GUT finde. Diesen Patriotismus und Nationalstolz BRAUCHT unser Land. Mehr als irgendwelche Steuern oder Autobahnen BRAUCHT dieses Land wieder ein Volk, das hinter ihm steht. Egal, welchen Ursprung jeder Einzelne hat. Ich finde es gut, wenn auch Türken, Polen, Russen, Albaner etc. zusammen mit ihren Deutschen Mitmenschen mit DEUTSCHEN Fahnen auf die Straße gehen und sich mit unserem Land, in das sie eingewandert identifizieren.

Ich weiß, dieser Patriotismus hat seinen Grund in der hier stattfindenden WM. Darüber braucht mich niemand aufklären. Aber ich wünsche mir - und damit bin ich definitiv nicht der einzige - daß dieser Stolz, dieses Wir-Gefühl TROTZ anhaltender Probleme über das WM Finale (bzw. unser eventuell frühzeitiges Ausscheiden) hinaus bestehen bleibt! Das wünsche ich mir! Ich wünsche mir, daß die Menschen nach der WM ihre Fahnen da hängen lassen, wo sie JETZT sind: offen sichtbar für alle! Ich wünsche mir, daß in die Herzen der Menschen wieder das Gefühl einzug hält, in einem guten Land zu leben. In die Herzen ALLER Menschen, die hier leben!

Ich würde mich freuen, wenn ihr alle hier diesen Wunsch ebenfalls hegt - trotz aller Probleme, die dieses Land haben mag. Ich würde mich freuen, wenn ihr sagt: "Dieses Land steht vielleicht vor dem Abgrund, aber wir sind trotzdem stolz, hier zu sein und bereit, zu helfen, wo wir können." Auf daß diese "Hilft ja doch nix"- und "Was soll ich schon bewegen"-Einstellungen endlich mal ein Ende haben.

Und ich würde mich freuen, wenn ihr diesen Wunsch, diese Ideologie, diesen Patriotismus und Stolz auf unser Land weiterverbreitet und selber - jeder Einzelne - dafür Sorge tragt, daß dies alles auch nach der WM noch bestand hat.

Ich jedenfalls bin stolz, Deutscher zu sein!

Alte Autos, junge Leute

Ich höre immer wieder Sprüche wie "Du bist verrückt" und "Der Karren ist doch viel zu alt" und so... bloß weil ich ein Auto fahre, das 17 Jahre alt ist, 312.000km gelaufen hat und optisch auch nicht mehr so der Hit ist. Keiner begreift, daß ein Auto, um dessen Technik man sich kümmert, durchaus 500.000km und mehr schaffen kann. Keiner weiß zu bewundern, daß das Audole es beim letzten Mal nahezu ohne Mängel durch den TÜV geschafft hat.

Optik ist gar nichts, liebe Leute, wenn die Technik darunter nicht stimmt. Warum soll ich meinem Auto eher eine farblich passende Tür spendieren, als einen kompletten Satz neuer Lager? Die Optik hält das Auto nicht am Laufen. Gut, es sieht edel aus. Aber was nützt einem ein super edel aussehendes Auto, das nicht fährt?

Umso bewundernswerter an meinem Vehikel finde ich die Tatsache, daß es am Wochenende die ca. 650km je Richtung von Hamburg nach Stuttgart und zurück ohne Murren, ohne die kleinsten Probleme geschafft hat. Der Motor läuft sauber, rund bei 800 - 900 U/Min, verbraucht knapp 10 - 11 Liter Super auf 100km und klingt fast noch wie neu.

Also warum, frage ich, sollte ich mein Geld in optische Verschönerungen investieren, oder in ein neues Auto, wenn es das alte noch genau so tut, besser sogar, und auf die Dauer sogar billiger wird? Billiger, fragt ihr? Ja! Billiger! Das Auto ist mittlerweile so selten, daß die Typenklasse der Versicherung immer weiter sinkt. Als ich früher schonmal so einen Wagen hatte (exakt gleiches Modell), war der noch bei Typenklasse 20. Jetzt ist er bei 18, Tendenz fallend. Grund ist, es gibt deutschlandweit noch ca. 1100 Stück davon.

Und wenn man sich dann noch darum kümmert, daß der Schadstoffausstoß den neuesten Normen entspricht, ist es sogar eines der günstigsten Autos auf Deutschlands Straßen.

Was für ein Auto? Na, was für eines wohl? Selbstverständlich ein '87er VW Passat 32B-299 Syncro mit 120PS Reihenfünfzylinder.

:) :) :)

So, Ende der Selbstbeweihräucherung. *ggg*

Schnurrrrr

Was so eine kleine Manipulation am Motörle doch auslösen kann. Wer kennt sie noch, die schönen kraftvollen Reihen Fünfzylinder von VW und Audi? 2.0, 2.2 und 2.3 Liter Hubraum, mit und ohne Turbo, mit 10 und 20 Ventilen, ab 115PS aufwärts bis zu aufgemöbelten 800PS. Und der Sound erst... da läuft's einem warm das Bein runter, wenn man bei dem mal beide Drosselklappen aufreißt. :) Wer erinnert sich?

Nun... also einem Großteil dieser Agregate ist eine zusätzliche Unterdruckpumpe für die Bremse an den Kopf geflanscht. Diese ist dafür da, daß kleine Omis, deren Oberschenkel nicht mehr so stark sind, auch mal ordentlich runterankern können, wenn's denn mal notwendig ist. Okay... meine Meinung ist, diese kleinen Omis sollten sowieso nicht Fünfzylinder fahren. Aber das ist erstmal nebensächlich. Ein Mann im besten Alter, wie ich es bin (knapp 25) :) braucht diese Unterdruckpumpe natürlich nicht. So. Und da dieser Metallbolzen, dieser Stößel da drin auch nach ein paar 100.000km anfängt, nicht minder Krach zu verursachen, wird selbiger eben kurzerhand entfernt. Zwei 13er Muttern lösen, Pumpe runter, Stößel raus, alles wieder festschrauben, fertig. Keine 5 Minuten Sache...

Und hinterher ist RUHE IM KARTON

Testeintrag

Ich teste mal moblogging hiermit... Is ja mal geil. :)

Written by SeveQ's IPAQ *6340*


Angst Häschen

Lang ist's her, daß ich mich hier zuletzt verewigt habe. Viel habe ich erlebt in den letzten Wochen und Monaten. Angefangen bei harmlosen Rentnern, die ihr Auto mit ihrer Gehhilfe verwechselt haben, bis hin zu Brutalo-Benz-Fahrern, die ihren Humor nebst Führerschein offenbar in einem Schlachthaus gewonnen haben.

Letztgenannter Herr meinte, auf der Autobahn 7 kurz vor Neumünster im Stau mal eben vehement die Spur wechseln zu müssen, ohne Rücksicht auf den nachfolgenden Verkehr, der in diesem Fall aus mir und meinem Auto bestand. Blinker raus und rüber! "Anderes Auto links neben mir? Egal! Ich hab einen Stern auf der Haube... Ich hab Vorfahrt! Watt, der Kerl erdreistet sich, zu hupen??? Dem werd ich's zeigen!" Ohne nachzudenken rüber auf meine Spur. Ohne Gewissensbisse hat er mich in den Grünstreifen gedrängelt. Als ich dann ein paar Meter weiter wieder neben ihm war (er hat dann wieder die Spur gewechselt), sah ich hinüber, wutentbrannt und musste mir ein hämisches "Da hab ich's dir aber gezeigt, was?"-Grinsen anschauen. Schade, daß es weiter ging im Stau. Meine Faust wollte aus irgendwelchen mir unerfindlichen Gründen auf einmal UNBEDINGT tiefe Furchen in seiner Bonzen-Visage hinterlassen!

Wie dem auch sei... eigentliches Thema dieses Eintrags soll aber ein anderes sein. Nämlich etwas, was ich sehr häufig im Straßenverkehr erlebe. Ich sag immer, wenn man Angst vorm Autofahren hat, sollte man es unterlassen.

Heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit hatte ich eine silberne A-Klasse vor mir. Durch die Heckscheibe und die Außenspiegel war's schon zu sehen: aha, Frau am Steuer. Hey, nix gegen unsere weiblichen Verkehrsteilnehmer, viele von ihnen fahren durchaus vernünftig, oder nicht unvernünftiger als Männer. Aber es gibt immer wieder Exemplare, wie dieses, auf das ich heute Morgen stieß. Süßes Mädel, okay, schätzungsweise Anfang 20, dunkle Haare und so... aber ein Fahrstil, der an eine 5 jährige erinnert. Ampel schaltet auf Grün, alle fahren los, bis auf Miss Angstbunny. Ich wollte schon nach vorn gehen und fragen, ob ich sie mal schieben darf, da kroch ihre A-Klasse langsam los... Und "langsam" ist maßlos untertrieben. Eine schlafende Schildkröte hätte sie um Längen geschlagen. Wär's ein Mann oder eine ältere Dame gewesen (so ab 30), hätte ich meinen Hupenknopf schon durch die Spritzwand gedrückt, aber ich bin ja genügsam, geduldig mit jungen Mädels. :) Da ich mich schon in der richtigen Spur befand, hielt ich es auch nicht für nötig, sie noch zu überholen, da ich mir auch dachte, hey, vielleicht hat sie nur den falschen Gang erwischt... aber als sie dann auf die nächste Kurve zu eierte, belehrte sie mich eines besseren. Sie fuhr nicht sanft und leicht verzögernd wie es sich gehört in die Kurve ein, die Ideallinie einhaltend, und beschleunigte nicht wie man es normal tut am Scheitelpunkt der Kurve, nein! Sie fuhr in die Kurve ein, steuerte erst den Außenrand der Kurve an, um dann auf einmal kurz vorm Scheitelpunkt zu bremsen. Ich dachte schon, na, wann fällt die Karre um? Aber sie hielt sich auf den Beinen, die A-Klasse. Kein Elchtest. Bremsen IN der Kurve, obwohl nix vor ihr war... Nächste Ampel wieder das selbe Spiel. Die Schildkröte war schon längst auf die Autobahn schlafgewandelt, als sich Miss Angstbunny endlich erbarmte, die Grünphase zu nutzen. Nächste Kurve, selbes Spiel. Bremsen vor dem Scheitelpunkt und rumkriechen, als ginge sie zufuß. Man man man... ich könnt mich aufregen.

Hey, Schätzchen, wenn dir dein Auto zu große Angst bereitet, dann lass dich von jemandem fahren, dem diese Angst unbekannt ist! Und das gilt nicht nur für dich...

Man sollte bei Fahrstunden unbedingt, finde ich, ein Pflicht-Fahrsicherheitstraining mit einbringen! Eventuell sollte man es auch zur Pflicht machen, daß man einmal alle 5 Jahre ein selbiges durchführt. Also mal richtig üben, was passiert und wie man reagieren muss, wenn der Wagen ins Schleudern gerät. Und vor allem das Gefühl dafür trainieren, AB WANN der Wagen ins Schleudern gerät, bzw. nicht mehr das tut, was man von ihm verlangt. Viele Leute, vor allem Frauen, aber auch Männer haben KEINE Ahnung, wo der Grenzbereich des eigenen Fahrzeugs liegt. Viele jüngere Leute trauen sich nichtmal ansatzweise an den Grenzbereich heran, andere wiederum überschreiten ihn bei weitem und enden zumeist in der örtlichen Flora, tot oder lebendig.

Bitte, liebe Politiker, ein Pflicht-Fahrsicherheitstraining in der Fahrschule und danach alle 5 Jahre würde sehr zur Sicherheit im Straßenverkehr beitragen, Arbeitsplätze schaffen, sowie Unfälle und Staus vermeiden!

Nicht immer nur die anderen

Nein, so manches Mal bin auch ich ein Idiot. So kommt es hier und da mal vor, daß ich meinem geliebten Autochen kleinere bis mittelschwere Blessuren verpasse. Wer tut das nicht?! Allerdings war das Ding gestern mal wieder die Krönung.

Ich war noch inner Videothek, ein zwei DVDs ausleihen. Als ich fertig war, musste ich leider rückwärts wieder von dem Parkplatz herunter, da durch andere Kunstparker das Wenden unmöglich gemacht wurde. Beim rückwärtigen Zurücksetzen bin ich dann ausscherenderweise mit dem rechten Kotflügel an einem kleinen Beton Poller hängen geblieben. Klingt ja echt schmerzhaft, wenn man so einen Kotflügel verbiegt...

Naja, zuhause hab ich dann schnell die kosmetischen Utensilien ausgepackt (Hammer, zwei Bretter, Schraubzwingen) und das Ding wieder einigermaßen in Form gebracht, daß wenigstens die Stoßstange nicht mehr lahm herunter hängt.

Ich bin stolz auf mich.

Überall Selbstmörder

Hoho... blind? Was gibt es doch für Idioten auf Deutschlands Autobahnen. Nur kurze Story:

ich fahr da gestern gemütlich los zu meiner Süßen, in HH-Heimfeld rauf auf die A7, rüber auf die A261 Richtung Bremen - wer die Stelle kennt, weiß, vierspurig, links geht's zweispurig auf der A7 weiter Richtung Hannover, rechts ab zweispurig auf die 261 nach Bremen. Es - gelinde gesagt - regnete ein wenig. Präziser ausgedrückt würde ich sagen, wir hatten einen Wassergehalt nahe 90% in der umgebenden Luft, und das alles von oben! Wassertropfen, groß wie Kinderfäuste. Schick... aber wozu fährt man Allrad, gell, wenn nicht für solches Wetter?!

Jedenfalls kreuzte ich da so vor mich hin, vor mir ein schwarzer PKW, lass es einen Benz gewesen sein, älteren Datums, ich weiß es nicht, ist auch nicht wichtig. Wichtig zum Fortgang der Story ist allein die Aktion, die sich der werte Herr Benz(oder was auch immer)-Fahrer da geleistet hat. Ich mein, okay, man kann sich mal irren in der Spur oder so. Auch in der Richtung. Aber eine Korrektur dieses Irrtums, ohne Blinker, ohne Schulterblick - überhaupt ohne Blick in irgendeine Richtung - ist schon eine reife Leistung. Das ganze dann noch mit einem herrlich abrupten Lenkmanöver, garniert mit einem Klecks Abdrängeln zu komplettieren, grenzt schon fast an versuchten (Selbst-)Mord.

Hinterher wunderte mich doch sehr der für die Situation echt entspannte Gesichtsausdruck des gewaltsam seiner Spur verwiesenen Golf III Fahrers, den es da um Haaresbreite aus den Angeln gehoben hätte. Fehlte nicht viel, ehrlich! Einige Millimeter weiter, ein wenig schneller die Spur gewechselt, werter Kollege Benz-Fahrer, und eure Autos inklusive Insassen wären - wohl zusammen mit einigen anderen - zu einem Kneul kaltverformten Blechs mutiert.

Alles Kiffer!

Schleichfahrt

Ich hab's manchmal eilig. Manchmal steh ich ein wenig unter Zeitdruck. Manchmal würde ich auf der Landstraße, wo 100 erlaubt ist, gern 110 statt 100 fahren. Vielleicht auch 120. Warum gibt es eigentlich immer gerade dann so viele Leute, die so mächtig viel Zeit haben? Ich versteh's nicht.

Es ist schon eigenartig. Kaum zeigt man ein auch noch so geringes Verhalten, als wäre man ein bisschen spät dran, platzen die Straßen vor Autofahrern, die wohl glauben, wenn man über 80 fährt, wird man von dem Druck zerquetscht.

Nie kommt einem was entgegen. Ständig gerade übersichtliche Strecken, klare Luft, perfekt zum Überholen. Aber komm mal in eine Gegend, wo das nicht so ist! Nebel, Regen, enge und viele Kurven, viel Gegenverkehr... Ich wette mit euch, gerade genau dann habt ihr wieder so einen Affen vor euch in seinem fetten Benz, der meint, die Straße gehört ihm.

Manche Leute, so hab ich den Eindruck, kacken sich in jeder Kurve vor Angst in die Hose, wenn sie sie ein bisschen schneller anfahren. Besonders auffällig ist sowas immer, wenn vor mir jemand abbiegen will. Da wird nicht geblinkt, sondern erst gebremst. Voll! Dann wird das Auto nicht gefahren, sondern es wird ausgestiegen, die Handbremse angezogen, der 1. Gang eingelegt, Schneeketten aufgezogen und das Auto wird dann mithilfe dreier Passanten (auf die natürlich noch gewartet werden muss) um die Kurve getragen! Leute... Walter Röhrl sagte schon sinngemäß, die einzig stabile Fluglage ist der Drift!

Blinken beim Abbiegen. Auch so ein Thema für sich. Besonders in Verbindung mit der Konstellation "Mann fährt - Frau fährt mit". Meine Freundin sitzt des häufigeren neben mir auf dem Beifahrersitz. Klar. Kommt halt mal vor. Was passiert nun... wir fahren auf eine T-Kreuzung zu. Weit und breit ist kein anderes Auto, kein Radfahrer oder sonstiger Verkehrsteilnehmer zu sehen (nachts um 2:30 auch relativ unwahrscheinlich). Ich biege ab. Ohne blinken. Dann folgt zumeist folgender kurzer Dialog:
Mein Schatz: "Ey, du sollst doch blinken!"
Ich: "Für wen denn? Is doch keine Sau da, die das interessieren könnte."
Mein Schatz: "Für mich!"
Ich: "Dann steig aus und schau zu, wie ich blinkend abbiege!"

Damit ist der Abend dann zumeist gelaufen.

Ich liebe das Autofahren. :)

Übertreibungen

Hallo liebe Leser,

mein allererstes Blog möchte ich gleich mit einer Story beginnen, wie sie leider nur all zu oft wohl auf Deutschlands Autobahnen vorkommt. Übertreibung sondergleichen!

Ich fahre so meinen täglichen Arbeitsweg in Hamburg über die Wilhelmsburger Reichsstraße, freue mich auf einen weiteren Tag Arbeit mit meinen lieben Kollegen, als der Verkehr plötzlich aber stetig langsamer wird. Hmm... denk ich mir so, hat's wohl auf den Elbbrücken mal wieder gekracht. Na okay, fahr ich halt über Moorfleet zu meinem Arbeitsplatz.

Wenig später seh ich allerdings die Ursache für diesen allmorgendlich abwechslungsreichen Stau: ein Motorradfahrer scheint ein Problem mit seiner Maschine gehabt zu haben, steht mit dem Gefährt am Straßenrand auf dem Grünstreifen zwischen Leitplanke und Fahrbahn (der Grünstreifen ist ca. 40cm breit, einen Standstreifen gibt es dort leider Gottes nicht) und telefoniert.

Und jetzt kommt's: dahinter steht, wie sollte es anders sein, ein Sixpack (Mannschaftswagen) der örtlichen Polizei und sperrt die komplette rechte Spur für den Autoverkehr. Für ein einzelnes, liegengebliebenes Motorrad. Okay, für einen PKW oder gar LKW hätte ich da Verständnis für gehabt. Den schiebt man nicht einfach mal so eben die nächste Ausfahrt runter... aber ein Motorrad?! Das zu begreifen fiel mir - und sicher auch dem Gros der mitleidenden Staukameraden - nicht gerade leicht.

Aber wer weiß... vielleicht ist auch nur der Mannschaftswagen liegen geblieben, und der hilfsbereite Motorradfahrer rief gerade den Abschleppdienst. Man hat schon Pferde vor der Apotheke und so weiter...

Und damit begann ein wunderschöner Arbeitstag bei strahlendem Regen und bulligen 18°C.